Zwei Stühle. Ein Gespräch.
Die orangenen Stühle waren Teil des Kinder-Lebens-Lauf 2026 und stehen für Begegnung, Zuhören und offenen Austausch. Sie schaffen Raum für Gespräche, die im Alltag oft zu kurz kommen.
Auf ihnen kommen unterschiedliche Perspektiven zu Wort: Im Gespräch teilen Betroffene, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Mitarbeitende aus der Kinderhospizarbeit ihre Erfahrungen und Gedanken.
Es geht nicht um fertige Antworten, sondern um ehrliche Einblicke in eine Lebensrealität, die mehr Aufmerksamkeit verdient. So entsteht ein Dialog, der dazu beiträgt, Kinderhospizarbeit sichtbarer zu machen und das Verständnis dafür zu stärken.

Die Gespräche in voller Länge
Raik Kasch, Geschäftsführer von JKT Property Valuation und Unterstützer der Kinderhospizarbeit
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht das Thema Zeit: Zeit schenken, Zeit bewusst erleben und der Umgang mit ihrer Endlichkeit. Gemeinsam sprechen Natalie Schwägerl und Raik Kasch darüber, warum Engagement wichtig ist, was Unternehmen von betroffenen Familien lernen können und weshalb es manchmal entscheidend ist, nicht nur auf das nächste Ziel hinzuarbeiten, sondern den Moment bewusst wahrzunehmen.
Dr. Stephan Frings, Head of Foundations Management bei Grünenthal
In diesem Gespräch geht es um Hoffnung, Zuversicht – und das Spannungsverhältnis zur medizinischen Realität. Gemeinsam sprechen wir darüber, welche Bedeutung Hoffnung für betroffene Familien hat, warum sie auch in schwierigen Situationen ihren Platz behält und was Dr. Frings persönlich Kraft schenkt. Das Interview wurde während der Grünenthal-Etappe des Kinder-Lebens-Lauf in Aachen aufgezeichnet.
Saliha „Sally“ Özcan, Food-Creatorin, Unternehmerin & Gründerin von „Sallys Welt“
Reichweite schafft Sichtbarkeit – und bringt Verantwortung mit sich. Im Gespräch erzählt uns Sally, warum es ihr wichtig ist, ihre Bekanntheit auch für gesellschaftlich relevante Themen einzusetzen und weshalb sie den Bundesverband unterstützt. Sie spricht darüber, was ihr an der Arbeit für betroffene Kinder Familien besonders am Herzen liegt und richtet eine persönliche Botschaft an alle Zuschauenden.
Gerlinde Wanke, Vorsitzende des Stiftungsvorstands der Stiftung NÜRNBERGER Versicherung
Was bedeutet Nähe – und wann braucht es Distanz? Im Gespräch mit Dr. Natalie Schwägerl spricht Gerlinde Wanke über das Spannungsfeld von Nähe & Distanz und darüber, welche Bedeutung beide Seiten für sie haben. Dabei gibt sie auch persönliche Einblicke und teilt ihre Gedanken dazu, wie Nähe entstehen kann, wo Grenzen wichtig sind und was ein gutes Miteinander ausmacht.
Peter Scheffler, Leiter Öffentlichkeitsarbeit FriedWald
Warum sind Sterben und Tod noch immer Tabuthemen – und was verändert sich, wenn wir offener darüber sprechen? Peter Scheffler spricht über Berührungsängste im Umgang mit Sterben, Tod und Abschied und über seine Erfahrungen damit bei FriedWald. Außerdem erzählt er, warum es wichtig ist, diese Themen aus der Tabuzone zu holen, welche Rolle ehrliche Gespräche dabei spielen und was ein offener Umgang mit der Endlichkeit für uns bedeuten kann.
Ute Friese, Gründerin und Geschäftsführerin von Aktion Kindertraum
Was wünschen sich schwerkranke Kinder – und unterscheiden sich ihre Wünsche von denen Erwachsener? Im Gespräch spricht Ute Friese darüber, warum sie Aktion Kindertraum gegründet und damit begonnen hat, schwerkranken Kindern besondere Wünsche zu erfüllen. Sie erzählt, welche Erfahrungen sie auf diesem Weg begleiten und was hinter den Wünschen der Kinder steckt.
Alexander Waske, ehemaliger Tennisprofi & CEO der Alexander Waske Tennis-University
Was bedeutet Kämpfen, wenn Gewinnen nicht immer die Antwort ist? Alexander Waske spricht über seinen Weg vom College Tennis in den Profisport und darüber, wie sich sein Verständnis von Erfolg über die Jahre verändert hat. Dabei geht es auch um die Frage, was Menschen aus dem Leistungssport von der Kinderhospizarbeit lernen können – von einem Leben, in dem das Hier und Jetzt zählt und schon ein schmerzfreier Tag ein Gewinn sein kann.
Dr. Thomas Bach, Ehrenpräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC)
Wie viel kann Sport für eine inklusivere Gesellschaft bewegen – und wo stößt er an seine Grenzen? Mitten im Geschehen in Tauberbischofsheim spricht Dr. Thomas Bach über die gesellschaftliche Verantwortung des Sports und seine Möglichkeiten, Veränderungen anzustoßen. Anlässlich des Kinder-Lebens-Lauf geht es dabei insbesondere um die Frage, welches Potenzial Sportorganisationen noch nicht ausschöpfen, um Inklusion zu fördern.